DLV - Patenschaft für Peyman Farahavar
Dichter und Aktivist: Peyman Farahavar
Der Dichter und Aktivist Peyman Farahavar kommt aus der iranischen Provinz Gilan am Südufer des Kaspischen Meeres. Die Gilaki machen ca 5,4 % der iranischen Bevölkerung aus.
Farahavar, bekannt unter dem Pseudonym „Sheyda“, wurde von der Justiz der Islamischen Republik Iran zum Tode verurteilt. Das Revolutionsgericht in Rasht verkündete am 6. Mai 2025 das Urteil wegen Moharebeh („Krieg gegen Gott“) und Baghi („bewaffneter Aufstand“). Zusätzlich wurde er zu drei Monaten Haft wegen „Propaganda gegen den Staat“ verurteilt. Farahavar wird derzeit im Lakan-Gefängnis in Rasht festgehalten. Peyman Farahavar hat sich nur in Form von Poesie und Aussagen gegen die Vernichtung der Umwelt in Gilan und die politische Unterdrückung der Menschen dort aufgrund ihrer Ethnie gesprochen.

Er war im August 2024 von der Revolutionsgarde in Rasht gewaltsam festgenommen und während der Haft schwer gefoltert worden. Zugang zu einem Anwalt wurde ihm sowohl während der Inhaftierung als auch im Verfahren verwehrt. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw basieren die Anklagen auf seiner offenen Kritik an Umweltzerstörung, illegalen Landverkäufen und der sozialen Verdrängung in der Provinz Gilan – Themen, die Farahavar in seinen Texten und Gedichten konsequent aufgegriffen hatte.
Der Menschenrechtsorganisationen zufolge ist sein Gesundheitszustand nach Monaten schwerer Misshandlungen äußerst kritisch. Er leidet unter akuten Magen-Darm-Erkrankungen und musste mehrfach hospitalisiert werden.
Quelle (verifiziert und zitierbar): Iran Sentences Fruit Seller to Death for Poetry Critical of the IRGC
Hintergrundinfos zu Repression gegen Künstler und Peyman’s Fall: Iran Moves to Silence Literary Voices with Arrests, Prison and Death Sentences - Center for Human Rights in Iran
Zu dem Fall haben sich die in Deutschland ansässigen Organisationen PEN Berlin, PEN Deutschland als auch HÁWAR.help öffentlich geäußert.
Stellungnahme von PEN Berlin: PEN Berlin zeigte sich zutiefst erschüttert über das Todesurteil gegen Peyman Farahavar, das am 6. Mai 2025 in einem Schnellverfahren im Lakan-Gefängnis in Rasht verkündet wurde. Dem Dichter wird „bewaffneter Aufstand“ und „Krieg gegen Gott“ vorgeworfen. In seinen Gedichten kritisiert Farahavar Umweltzerstörung, Korruption und die Vertreibung lokaler Bauern in der Provinz Gilan. PEN-Berlin-Sprecher Deniz Yücel bezeichnete das Urteil als Ausdruck eines „Systems organisierter Barbarei“ und forderte die Bundesregierung auf, diplomatische Mittel einzusetzen, um die Aufhebung des Urteils und Farahavars Freilassung zu bewirken.
m Fall des iranischen Dichters Peyman Farahavar, bekannt unter dem Pseudonym Sheyda, haben sich mehrere deutsche Medien intensiv mit dem Todesurteil gegen ihn auseinandergesetzt.
Stellungnahme von PEN Deutschland: PEN Deutschland protestiert mit aller Entschiedenheit gegen das Todesurteil gegen den iranischen Dichter, Publizisten und Umweltaktivisten Peyman Farahavar, bekannt unter dem Pseudonym „Sheyda“. Farahavar wurde am 6. Mai 2025 wegen angeblicher „Kriegsführung gegen Gott“ („Moharebeh“), „bewaffneter Rebellion“ („Baghi“) und „Propaganda gegen die Regierung“ zum Tode verurteilt. Die Vorwürfe gründen ausschließlich auf seiner literarischen und gesellschaftskritischen Arbeit, mit der er sich insbesondere gegen Umweltzerstörung und strukturelle Missstände in der Provinz Gilan wendet.
Berichterstattung deutscher Medien
Die Tageszeitung: Die taz berichtete am 9. Mai 2025 über das Todesurteil gegen Farahavar, das in einem Schnellverfahren im Lakan-Gefängnis in Rasht verhängt wurde. Der Dichter hatte in seinen Gedichten Umweltzerstörung und soziale Ungerechtigkeit kritisiert, insbesondere die Abholzung von Wäldern und die Vertreibung lokaler Bauern in der Provinz Gilan. Die taz hob hervor, dass Farahavar nach seiner Festnahme im September 2024 schwer gefoltert wurde und ihm sowohl in der Haft als auch während des Gerichtsverfahrens ein Rechtsbeistand verweigert wurde.
Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ): Die FAZ berichtete am 8. Mai 2025 über das Todesurteil gegen Farahavar und betonte, dass das Urteil von einem Revolutionsgericht wegen "bewaffnetem Aufstand" und "Krieg gegen Gott" gefällt wurde. Die Zeitung zitierte die Menschenrechtsorganisation Hengaw, die angab, dass Farahavar während seiner Haft schwer gefoltert wurde und sein Gesundheitszustand kritisch sei.
Deutschlandfunk Kultur: In einem Beitrag vom 7. Mai 2025 thematisierte Deutschlandfunk Kultur die Gefahren, denen Dichter im Iran ausgesetzt sind, und beleuchtete den Fall Farahavar als Beispiel für die Repression gegen kritische Stimmen. Der Sender betonte die Bedeutung von internationaler Aufmerksamkeit und Solidarität für verfolgte Künstler.

Schreiben Sie Peyman Farahavar. Sprechen Sie ihm Mut zu, dass er nicht vergessen ist, wir sein Schicksal im Auge haben ... :
Gefängnisanschrift
Lakan Gefängnis 7H2P+5JF District 5
Rasht / Gilan Province
Islamic Republic of Iran
Wenn Sie unsere Sorge um Peyman Farahavar teilen und die Patenschaft unterstützen möchten, so wenden Sie sich bitte an die unten genannten Anschriften und schreiben Sie Briefe, richten Sie Anfragen und bitten um Freilasssung.
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an Politiker u.a.
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an G. M. Ejei




Brief des 1. Vorsitzenden
an Peyman Farahavar
Schreiben Sie an
Auswärtiges Amt
Der Bundesminister des Auswärtigen
Dr. Johann Wadephul
Werderscher Markt 1
11013 Berlin
presse@diplo.de (Pressereferat des AA)
Lars Castellucci
Beauftragter der Bundesregierung
für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe
Werderscher Markt 1
11013 Berlin
Antwort Castellucci zu P.F.
Olof Skoog
EU-Sonderbeauftragter für Menschenrechte EEAS
Building 9A, Rond Point Schuman
1046 Brussels / Belgium
Office of the United Nations
Volker Türk
High Commissioner for Human Rights (OHCHR)
Palais des Nations CH-1211
Geneva 10 / Switzerland
Oberste Justizautorität Irans
Gholamhossein Mohseni Ejei
c/o Embassy of Iran to the European Union
Avenue Franklin Roosevelt No. 15
1050 Bruxelles / Belgium
Botschaft der Islamischen Republik Iran
Botschafter Majid Nili Ahmadabadi
Podbielskiallee 67
14195 Berlin
Der Bundestagsabgeordnete unseres Wahlkreises 208 (KL, KIB, KUS) ist Matthias David Mieves.
Seine e-Postanschrift ist: Matthias.Mieves@Bundestag.de.
"Die Rheinpfalz"
Chefredakteur Yannick Dillinger, Yannick.Dillinger@Rheinpfalz.de
Der Bundestagsabgeordnete unseres Wahlkreises 208 (KL, KIB, KUS) ist Matthias David Mieves.
Seine e-Postanschrift ist: Matthias.Mieves@Bundestag.de.
Zwei Gedichte
Zwei Gedichte von Farahavar, die seine Ablehnung von Gewalt und Fanatismus auf eindrucksvolle Weise widerspiegelt.
ohne Titel
Sharifeh Mohammadi gewidmet, die für ihren Einsatz für die Arbeiterbewegung zum Tode verurteilt wurde und auch im Lakan Gefängnis inhaftiert ist.
Ein wenig Dichter, ganz verliebt, ein heiliger Narr bin ich,
In dieser gewissenlosen Welt, von allen Freundschaften tief verletzt bin ich.
Dein Lockenwirrwarr stürzte mich in Liebeswahn und Tod,
Mit jedem freien Baum bin ich verschworen, blutsverwandt im Lot.
Vom Irdischen befreit, was soll ich fürchten Tyrannei?
Dem Thron, dem Teppich, allem Weltlichen sag ich: „Nein!“
Mal hier, mal dort – was Raum, was Ort? "An einem Ort – oder noch näher
Ein fliegender Simurgh, dann – ein Kieselstein im Wüstenplan.
Was denkst du, was ich weniger bin? Ich bin ein Fluch-Adler im Flug,
Die Welt liegt mir zu Füßen – verflucht durch das Urteil “Bagahi” (Bwaffneter Widerstand)
Mein Hals – am Mittag, im August – die Straßen von Gilan,
Der arme Philosoph, ich kämpfe nur mit Sehnsucht und Verstand.
O Welt! O Welt! Geschlagen durch den Bösen Schwert,
Der Freitag-Esel hat’s verraten: betrogen bin ich, entehrt.
Dem grünen Waldvolk stamme ich – ein Aufstand loderte in mir,
Die Flammen in der Nacht, mein Feuerkampf, mein rotes Revier.
Erheb dich, Stolzer in der Nacht, da Freiheit stirbt am Strick,
Mein Fluch, mein Aufruhr wogt – gegen jedes Staatsgeschick.
Ich spreche nur im Feuer, „verboten“ ist mein Ruf, mein Klang,
Die Bewegung lebt, der Wald mein Heim, mein Damun klirrt im Drang.
Mit deinem roten Blut, o Peyman, schrieb ich Wort für Wort,
Tausend Layla-Tränen – ein Wahnsinnswolkenfort.
Die Liebe, Trauer, Treue trotz Verrat – das ist mein Lied,
Tausend Tragödien, Verse voll Gram, ein Zauber, der dich umzieht.
Du kamst, mein Durst am Todesrand – kein Wasser, nur dein Mund,
Ein Kuss von dir, so schön, macht meine Lippen wieder gesund.
Schließ diesen roten Mund im Grab, o Erde, sei nicht roh –
Du weißt ja nicht, mein Lieber, wie mich diese Trennung ruiniert...
Freiheit
Freiheit –
vielleicht ist sie das Blut,
das tropft
vom Körper und den blutigen Flügeln
der Vögel im Flug.
Verdammt sei das Gewehr.
Verdammt sei der Schuss.
Verdammt sei das religiöse Edikt.




